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Grundsätzlich unterscheidet man beim autonomen Ursprung (man spricht auch vom nicht präferenziellen Ursprung) zwischen zwei Kategorien die in der vom Bundesrat erlassenen VUB  -Verordnung über die Ursprungsbeglaubigung - geregelt sind:

 

In der ersten Kategorie findet man die sogenannten Urprodukte. Das sind Waren, die zu 100% mit Rohstoffen aus und in der Schweiz hergestellt werden.
Beispielsweise sind Granitplatten aus einem Bündner Steinbruch oder Käse, der mit der Milch von einheimischen Kühen hergestellt wurde solche Urprodukte.

In der anderen, für die Mehrheit der schweizerischen Exporteure wichtigeren Kategorie findet man diejenigen Waren, die in der Schweiz genügend be- oder verarbeitet werden. Aus meist ausländischen Rohmaterialien oder Halbfabrikaten wird in der Schweiz ein neues Produkt hergestellt.
Stahl aus Schweden wird in der Schweiz zu einem landwirtschaftlichen Gerät geschmiedet. Pharmazeutische Substanzen werden in der Schweiz zu einem Medikament verarbeitet und verkaufsfertig konfektioniert.

Ob es sich dabei um ein Produkt mit Ursprungsland Schweiz handelt hängt in der Regel von der Fertigungstiefe ab. Je grösser die Wertschöpfung in der Schweiz desto grösser die Chance, dass es sich um Ursprungsware der Schweiz handelt.

Die Schweizerischen Ursprungskriterien über den autonomen Ursprung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Minimalmanipulation
  2. Positionssprung
    oder
  3. 50% Kriterium

Die Verarbeitung oder Behandlung muss über die sogenannte Minimalmanipulation hinausgehen.

Wenn diese erste Bedingung der Minimalmanipulation erfüllt ist muss die fertige Ware eine andere Zolltarifnummer einzureihen sein als alle Vormaterialen, die nicht aus der Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein stammen. Man spricht dann von einem Positionssprung. Bei dieser Regelung dürfen jeweils nur die ersten vier Ziffern des achtstelligen Schweizer Zolltarifes verwendet werden.

Wenn ihre Waren diese Bedingung nicht erfüllen so prüfen sie das 50% Kriterium. Bei dieser Regelung dürfen Vormaterialien aus dem Ausland verwendet werden, sofern deren Wert nicht mehr als 50% des ab Werk Preises der hergestellten Ware ausmacht.

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