Der schweizerische Exporteur kann neben den Warenverkehrsbescheinigungen (EUR 1, EUR-MED, Rechnungserklärung) Ursprungszeugnisse erstellen die den nicht präferenziellen Ursprung einer Ware bestätigen. Diese Zeugnisse müssen von einer Handelskammer beglaubigt werden.

Das Ursprungszeugnis muss zusammen mit dem Beglaubigungsgesuch an den Sitz der für ihn zuständigen Handelskammer eingereicht werden.

Die autonome Ursprungsregelung ist in der Regel weniger streng als die Vorschriften für die Erlangung eines präferenziellen Warenursprungs.

Ist ein nicht präferenzieller Ursprung festgestellt darf nicht automatisch auf einen präferenziellen Ursprung geschlossen werden. Es sind hier die jeweiligen Freihandelsabkommen zu konsultieren.

Ursprungskriterien

Ein Schweizer Ursprung liegt vor, wenn die Ware in der Schweiz vollständig erzeugt oder genügend verarbeitet wurde.

Weiterhin legt der Gesetzgeber Wert darauf, dass sich nur Ware schweizerischen Ursprungs nennen darf, wenn eine gewisse Wertschöpfung (und damit auch Arbeitsplätze in der Schweiz) in der Schweiz als letztem Bearbeitungsland  erfolgt.

Waren, die nur ungenügend Bearbeitet werden qualifizieren sich demzufolge nicht.


Minimalmanipulation

Hier macht der Gesetzgeber die Einschränkung der Minimalmanipulation

Eine nicht genügende Be- oder Verarbeitung liegt vor, wenn eine oder mehrere der nachfolgend genannten Tätigkeiten vorliegen:

1.   Behandlung, die zur Erhaltung der Waren während des Transportes oder der Lagerung erforderlich sind;

2.   Behandlungen, die zur Verbesserung der Aufmachung oder Handelsgüte der Waren oder zur Vorbereitung für den Transport dienen, wie das Teile oder Zusammenstellen von Packstücken oder Einordnen von Waren sowie das Umpacken:

3.   einfaches Zusammensetzen

4.   einfaches Mischen von Waren, wenn sich das Erzeugnis durch seine Merkmale nicht wesentlich von den gemischten Waren unterscheidet.

 

Vollständig in der Schweiz erzeugte Waren (=Urprodukte)

1.   mineralische und pflanzliche und tierische Erzeugnisse

2.   in der Schweiz geborene oder ausgeschlüpfte oder aufgezogene Tiere

3.   Jagdbeute und Fischfänge

4.   Erzeugnisse der CH Hochseefischerei

5.   Altwaren die in der CH gesammelt wurde

6.   Abfälle, die ben einer Produktionstätigkeit anfallen

7.   Waren die ausschliesslich aus den oben genannten Erzeugnissen hergestellt worden sind

Genügenden Bearbeitung oder Verarbeitung

Der Wert aller zu ihrer Herstellung verwendeten Vormaterialien ausländischen Ursprungs 50 % ihres Ausfuhrpreises nicht übersteigt (Prozentregel)

      oder

die Ware aufgrund der Bearbeitung oder Verarbeitung unter eine andere vierstellige Nummer des CH Gebrauchszolltarifes einzureihen ist, als die zur ihrer Herstellung verwendeten Erzeugnisse ausländischen Ursprungs oder sie gemäss Anhang 4 als Ursprungserzeugnis gilt. (Positionssprung)